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Der Anfang ist nur schwer, wenn du ihn schwer machst!

Aller Anfang ist schwer? Nur wenn du es dir schwer machst!

Wie oft hast du ewig gezaudert, hin und her überlegt und gezweifelt bevor du endlich losgelegt hast?
Wie oft hat sich dann Alles als viel einfacher rausgestellt, als du je gedacht hättest?
Ob ein Studium, eine Ausbildung, das „Krisengespräch“ mit dem Chef, Kollegen oder Partner, das starten eines neuen Projektes…

Tja, so ging oder geht es auch mir immer wieder. Und ich merke immer öfter: Die Schwierigkeiten existieren nur in meinem Schädel. Das ganze Drama für die Katz.

Klar – man könnte sagen: „Lieber vom Schlimmsten ausgehen, dann kanns nur besser werden und ich kann nicht enttäuscht werden.“
Dummerweise blockiert man damit zugleich die eigenen Möglichkeiten und Energien.

Zuletzt ging es mir so genau Heute, wo ich diese Zeilen recht spontan schreibe.

Wie ich da raus kam? Lies weiter!

Ich will schon seit Ewigkeiten ein eigenes Buch schreiben. Klar, mit meinem Vater zusammen habe ich schon eins veröffentlich. Aber das ist ja was ganz Anderes.

Und was hat mich bisher davon abgehalten?

Ein ganz schönes Karussell an seltsamen Gedanken.
Also – jetzt erscheinen sie mir seltsam bis komisch, zuvor waren es ganz logische Gedanken. Dachte ich.
Da sieht man mal, dass Denken zuweilen Glückssache ist.

So auch Heute.
Was waren meine seltsamen Gedanken?

Dinge wie:
„Kann ich das wirklich?“
„Ich ‚kleiner Fisch‘ will ein Buch schreiben – welcher Verlag nimmt denn das?“
„Da haben doch so Viele schon drüber geschrieben, braucht es echt noch so ein Buch?“
„Wie soll ich überhaupt anfangen, worüber schreiben?“

Und so weiter…
Schöne, lähmende Gedanken nicht wahr?
Und sowas dachte ich, der ich seit 20 Jahren den „spirituellen Weg“ geht und geistiges Heilen als Hauptberuf gewählt hat.
Oder wurde ich gewählt…?
Egal.

Vor Kurzem sagte eine sehr liebe, medial sehr begabte Freundin mir in ihrer ganz eigenen, brutal-klaren Art:
„Fang endlich an, deine Wahrheit in die Welt zu schreien. Die Welt braucht sie. Hör auf dich klein zu machen und zu verstecken.“


Okay. Die Worte taten mir gut, aber so richtig „durch“ kamen sie noch nicht.
Bis vorhin.
Da dachte ich mir so „ach, dein neuer Jahreszyklus fängt bald an, überarbeite mal deine Skripte.“
Also begann ich, meine Seminarskripte zu überarbeiten.

Und als ich das Skript für das erste Seminar so querlas, kam es wir ein Schlag vor den Kopf über mich: Da stehts doch. Da steht „meine Wahrheit.“

Da steht sie doch, die Botschaft die ich weitergeben möchte und in jedem Seminar, jeder Einzelsitzung und auf Vorträgen vermittle.
Das offene, freie, undogmatische Denken. Das gerade, klare Denken um die Ecken.
Die Wichtigkeit geerdeter, alltagstauglicher Spiritualität.
Das Ausbrechen aus dem spirituellen/esoterischen „Mainstream“ mit all seinen oft dogmatischen Ansichten und seiner Ablehnung „des“ Mainstreams.

Hmmm…so nebenbei bemerkt: Witzig oder? Da wird immer gegen „den“ Mainstream und „die“ Mainstreamgesellschaft gewettert (die sich bei näherem Hinsehen als sehr bunt und vielfältig in Erscheinungsbildern, Meinungen und Lebensweisen erweist), aber wer innerhalb einer gewissen spirituell/esoterischen Szene gewisse Dinge anders sieht als eben diese Szene, ist man ebenso „out“ als wenn ich in gewissen Kreisen von der Jahresmode abweichende Kleidung trage.

Was das mit meinem  Buch zu tun hat? Geduld, gleich wirst du Es verstehen!

Im Grunde bildet diese Szene lediglich ein Spiegelbild der Gesellschaft und ist dabei oft sogar engstirniger und dogmatischer als es „dem“ Mainstream je nachgesagt wurde.
Versuch in gewissen Kreisen mal die Idee zu vermitteln, dass man als Spiritueller durchaus Fleisch essen und Bier trinken kann ohne an „Erleuchtung“ einzubüßen.
Oder dass du die ganzen Verschwörungsthesen zu Impfungen für gelinde gesagt eigenartig hältst, egal ob du selbst in anderen Punkten kritisch zur Schulmedizin stehst.
Oder dass es für dich keine negative Energie oder „das Böse“ im klassischen Sinne gibt.

Wenn man solch differenzierte, mit vielen Grautönen versehene Sichtweisen äußert, bemerkt man, dass leider viele spirituelle Menschen / Esoteriker keineswegs so offen und tolerant sind, wie sie gerne von sich behaupten.
„Und was ist mit dir, Stefan?“ Fragst du jetzt vielleicht.
Oh ich bin mit Sicherheit weniger tolerant als ich es von mir selbst vermute.
Wobei es zwei Paar Schuhe sind ob ich eine gewisse Sichtweise, Meinung oder Verhaltensweise nicht annehmen und mir gegenüber auch nicht tolerieren mag oder ob ich den Menschen, der sich äußert und verhält nicht toleriere.

Die Meisten lehnen unbewusst mit der Meinung zugleich den Botschafter ab.
Daher auch all die Feindschaft in diesen Tagen: Da ist man „Schlafschaf“ und „Mainstreamhöriger“ (Oder auch Querdenker, Schwurbler oder was auch immer) , weil nicht nur die eigene Meinung sondern auch man selbst als Person abgelehnt – bzw. nicht toleriert – wird.
Oft, weil der Gegenüber sich zu sehr durch Sichtweisen getriggert fühlt, die seine „Wahrheit“ infrage stellen. Was das Problem des Gegenübers ist, nicht deins, wohlgemerkt.

„Ja, und was hat das jetzt mit deinem blöden Buch zu tun?“ höre ich dich fragen.
Ganz einfach: Ich dachte die ganze Zeit mehr oder minder unbewusst: „Wenn du sowas schreibst verlierst du deine Kundschaft, da zünden sie Scheiterhaufen an“ und so weiter.

Was für eine wundervoll mächtige innere Blockade, was für eine obskure, völlig sinnfreie Angst!

Dann kam mir Heute der befreiende Gedanke, der schon vor Wochen mal auf Kurzvisite herbeikam aber dann wieder abtauchte:
„Wieso willst du denn für diese Szene, dieses begrenzte Publikum schreiben? Du willst doch Menschen überhaupt mal für diese Themen und die offenen Sichtweisen öffnen, für die Spiritualität öffnen. Schreib doch für ein breiteres Publikum, dann kommen auch ganz andere Verlage in Frage.“

Und wieso richte ich mich überhaupt danach, bestimmten Menschen gefallen zu wollen? In allen anderen Bereichen meines Lebens lebe ich doch auch so, wie ich bin – und wem es nicht passt, der muss mit mir auch nicht auf Brüderschaft trinken.
Man lässt einander sein und geht jeweils seiner Wege. Punkt.

Bei sieben oder acht Milliarden Menschen könnte ich auch mit den sprichwörtlichen Engelszungen reden und dennoch würde irgendwer Gift und Galle spucken, weil er/sie sich getriggert fühlt.
Also kann und darf ich ebenso meine Sicht verkünden wie alle Anderen, die sie dieser Tage ja oft auf allen Plattformen und Kanälen lauthals verkünden – und im Zweifel mangelnde Meinungsfreiheit beklagen und dabei vergessen, dass diese nicht bedeutet, dass die Anderen zustimmen oder auf ihren Facebookseiten, Gruppen usw. jede Meinung dulden müssen.
Man hat das Recht auf freie Meinungsäußerung, die anderen aber auch das Recht auf die Ihre und darauf, nicht immer und überall penetrant von Anderen beschallt zu werden. Oder auch das Recht, eine Sichtweise abzulehnen und als „blödsinnig“ zu beurteilen.

Oder Anders gesagt: Je lauter und durchgehender Jemand schreit und schimpft, desto wahrscheinlicher ist es, dass er nicht die „Wahrheit“ verkündet. Lautstärke und Recht haben sind zwei Paar Schuhe.

Mit diesem Artikel ist der erste Schritt für mich getan.
Und während des Tippens kamen etliche Ideen und Impulse für das Buch, als wäre ein Damm gebrochen. Das Notizdokument auf meinem PC füllt sich parallel.
Alle Schwierigkeiten nur in meinem Kopf.
Die ersten hundert Seiten meines Buches stehen bereits in meinen Seminarskripten und müssen doch nur noch angepasst werden. Und dann wird sich alles Weitere ergeben.

Wenn du erstmal anfängst, ergibt sich alles weitere.

Du besteigst einen Berg? Schau nicht auf seine Höhe sondern vor deine Füße. Wenn du den ersten Tritt am Hang gefunden hast, ergeben sich alle Weiteren.
Schreibe die ersten Zeilen – egal ob die Einleitung oder irgendein Kapitel von „mittendrin“.
Baue das Haus, indem du den ersten Stein setzt – alles Andere ergibt sich aus diesem ersten Stein.

 

Wandere in Kraft und Liebe,

 

Stefan